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Kazem Heydari wurde 1967 in Teheran/Iran geboren und starb im Sommer 2020 in Köln/Deutschland, wo er seit 1988 lebte und arbeitete. Die hier versammelten Werke sind über einen Zeitraum von gut 15 Jahren in seiner deutschen Heimat entstanden.

Kazem Heydaris künstlerisches Werk entwickelte sich entlang einer beständigen, ernsthaften Suche nach einem möglichst überindividuellen, vorurteilsfreien Standpunkt, mit dem Ziel, sich die größte mögliche Klarheit über die Welt und sich selbst zu verschaffen. Dabei spielten kulturelle und biographische Aspekte natürlich eine Rolle, aber sie definierten ihn als Künstler nicht.

Sein Tod unterbricht einen kontinuierlichen Schaffensprozess, der immer wieder überzeugende Wendungen nahm und formal wie inhaltlich interessante Entwicklungen abbildete. Mit Kazem Heydari verstummt eine besonders kenntnisreiche, reflektierte, charakteristische künstlerische Stimme im zeitgenössischen interkulturellen Dialog.

Der Katalog bildet exemplarisch verschiedene Phasen seines Oeuvres ab und zeigt ihn als Bildenden Künstler, dessen geistige Wurzeln ebenso in Literatur und Lyrik, wie in islamischer und westlicher Philosophie lagen.

Mit diesem Katalog wird das Gesamtwerk Kazem Heydaris zwar nicht vollständig, aber in exemplarischer Breite dokumentiert und sowohl seiner Familie als auch Freunden, Sammlern und einer interessierten Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht.

Auszüge aus dem Katalogtext.
Autorin: Sabine Klement (Kunstagentin/-vermittlerin), Köln, Dezember 2020

Der Künstler

Kazem Heydari

„Mein Malen ist Ausdruck eines inneren Monologs, es ist ein ständiger Austausch von Gedankenströmen und gemachten Erfahrungen. Beides ist eng miteinander und mit meiner Biografie verwoben. Durch das Malen versuche ich, meinen inneren Monolog für alle hör- bzw. sichtbar zu machen. Der Betrachter kann nachfühlen, was ich nur zu mir selbst sage. Meine Bilder sind für mich, was für einen Schriftsteller sein Tagebuch ist.“